Luang Prabang/Vang Vieng/Vientiane, Laos

vom 29. Nov. bis 09. Dez. 2009

 

Am Sonntag und Montag mieteten wir wieder ein Velo und erkundeten Luang Prabang. Wir besichtigten einen Tempel, ein Markt für Einheimische und gingen in ein Restaurant, welches von einem Schweizer geführt wurde, einen kleinen Snack essen. Das Essen war super fein und teuer dafür wurden wir wie Könige behandelt. Auch wieder mal schön in einem solchen Restaurant zu Essen nach all den billigen und zum Teil schmuddeligen Restaurants.

Am Dienstag morgenfrüh machten wir uns auf den Weg zur Busstation. Wir kauften ein Ticket nach Vang Vieng, ein bisschen Proviant und ein Kaffee zum mitnehmen. Punkt acht Uhr startete der Bus und fuhr Richtung Vang Vieng los. Wir hatten ein Ticket für einen klimatisierten Bus. Die laotische Version von Klimaanlage ist im Bus einfach die Türe offen zu lassen! Die Fahrt nach Vang Vieng war wunderschön und führte über hohe Pässe, schöne Hügellandschaften und an traditionellen, kleinen Bergdörfer vorbei. In Vang Vieng angekommen wurden wir sofort von Tuktuk Fahrern umlagert die uns vom Busbahnhof für einen unverschämten Preis ins Zentrum fahren wollten. Nach harten Verhandlungen fuhr uns einer zu einem angemessenen Preis ins Zentrum. Wir suchten das Maylyn Guest House, über welches wir im Lonely Planet gelesen hatten und bekamen die zwei letzten freien Bungalows. Das Guest House war etwas ausserhalb des Zentrums gelegen, durch das aber sehr ruhig und es herrschte eine entspannte Atmosphäre mit viel gepflegtem Grün. Für 6 Fr. die Nacht eine hervorragende Wahl! Nach einem Tag anklimatisieren mieteten wir am Donnerstag Mountainbikes und erkundeten die Gegend. Wir fuhren über extrem holprige Strassen, die zum Teil einem Flussbett näher kamen als einer Strasse, ca. 6 km bis zu einer wunderschönen blauen Lagune. Dort badeten wir und sprangen von einem Baum ins türkisblaue, kalte Wasser. Genau das Richtige nach einer anstrengenden Fahrt in grösster Hitze! Oberhalb der Lagune hatte es eine Höhle die wir nach einem sehr steilen und schweisstreibenden Aufstieg erreichten. Im Innern der Höhle wurde es nach ein paar Metern stockdunkel. Zum  Glück hatten wir unsere Taschenlampen dabei und konnten so tief in die Höhle vordringen. Es war zum Teil fast ein bisschen gruselig mit all den vielen kalten Steinmassen und so ohne Licht. Manchmal hatte es auch tiefe Löcher im Boden. Nach dem Erkunden der Höhle mussten wir die 6 km wieder zurück radeln und uns tat alles weh. Am Abend lernten wir ein Paar aus Australien kennen, die uns ein neues tolles Kartenspiel Namens Canasta lernten. Am nächsten Tag gingen wir Tuben. Ein absolutes Muss jeder Laos Reise! Mit einem Tuktuk wurden wir um 11 Uhr zum Start gebracht. Dort genossen wir zuerst ein Beerlao bevor wir uns in Abenteuer stürzten. Mit einem LKW-Pneu konnte man sich den Xong River runter treiben lassen und zwischendurch immer wieder an verschiedenen Bars Halt machen. Bei den Bars hatte es Rutschen und so Seile mit denen man Tarzan spielen konnte und dann mit einem mehr oder weniger gewollten, spektakulären Sprung in den River eintauchen. Super!! Bei den verschiedenen Bars gab es immer wieder gratis Schnaps und wenn man nicht aufpasst kann so ein Tag ziemlich übel ausgehen…

Ohne grössere Zwischenfälle erreichten wir um 18:00 Uhr, als es schon dunkel war, das Ziel. Ziemlich durchgefroren, weil es sehr schnell kühl wurde und wir immer noch nass waren, eilten wir zum Guest House zurück und nahmen eine warme Dusche.

Am nächsten Tag besprachen wir unsere Weiterreise, was meistens sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, danach, zur Erholung, liessen wir uns von ein paar lustigen Folgen «Friends» in einem der vielen Fernsehrestaurants berieseln. Sonntags reisten wir mit dem Minivan in die Hauptstadt von Laos, nach Vientiane. Da im Moment die Sea Games (Asiatische Olympiade) in Vientiane stattfinden gestaltete sich die Hotelsuche ziemlich schwierig. Nach längerem Suchen fanden wir ein sehr schönes Zimmer in welchem wir 4 Nächte bleiben können bis wir am 11. Dezember nach Ha Noi, Vietnam abfliegen. So werden wir ganz ruhig und ohne Hektik die Hauptstadt geniessen können.  

Houay Xai/Pakbeng/Luang Prabang, Laos vom 22. bis 28. November 2009

 

Sonntags frühmorgens sind wir mit dem Songthaew zum Busbahnhof gefahren und haben dort ein Ticket nach Chiang Khong gekauft. Der Bus war schon recht ausgebucht, wir haben aber noch vier Plätze im Gang nebeneinander ergattert. Nach einem Frühstück in Thailands best coffee Frühstückscafe ging’s um 8.30 Uhr los in Richtung Norden. 6 Stunden Fahrt in einem rollenden Kühlschrank. In Chiang Khong angekommen, mit dem Tuktuk zur Grenze und danach den Mekong überquert, machten wir am Huauy Xai-Grenzposten unser Visa on arrival, welches 30 Tage gültig ist. Untergekommen sind wir in einem traditionellen Laos-Haus, das Guest House wird von 2 älteren und lustigen Schwestern geführt. Bevor wir schlafen gingen genehmigten wir uns das erste Beerlao, welches sehr süffig ist.

Am Montag nach dem Frühstück fuhr uns ein Fahrer, mit unseren Sitzkissen fürs Boot, zum Pier. Das war so etwa um 9.30 Uhr, abgelegt haben wir aber erst um 12.45 Uhr. Das auf laotische Art „zusammengezimmerte“ Boot wurde mit 100 Personen beladen. 90% davon waren Touristen aus aller Welt, welche das Boot in ein Party-Boot umwandelten. Das Boot hatte Toilette und Bar und war im Heck ziemlich laut. Der Motor war etwa ein Quadratmeter gross! Wir fuhren an schönen Felsformationen, Kühen am Strand, Hügellandschaften, kleinen Bambushütten-Dörfern vorbei und als die Sonne unterging konnten wir sogar noch das Abendrot geniessen. Danach wurde es aber sehr kalt, sodass wir uns auf den Boden des Schiffes verkrochen. Nach 6 Stunden schippern auf dem Mekong kamen wir bei Dunkelheit in Pakbeng an. Wir kamen in einem spottbilligen aber auch ziemlich schmuddeligen Guest House unter. Überall wollten sie uns noch ihr Gras verkaufen. Wir gingen fein indisch essen und dann zu Bett.

Am nächsten Tag ging’s, diesmal pünktlich, weiter Richtung Luang Prabang. Um 9.30 legten wir ab. Es war noch saukalt und neblig. Diesmal hatten wir mehr Proviant dabei, da sie auf dem Schiff horrende Preise verlangten. Manchmal fuhr ein Speedboat an uns vorbei, auf welchem die Passagiere Motorrad-Helme trugen, was wirklich komisch aussah. Um 17.45 Uhr, nach 8 Stunden Fahrt, kamen wir pünktlich zum Sonnenuntergang in Luang Prabang an. Nachdem wir in einem Guest House eingecheckt hatten gingen wir in einem schönen Restaurant essen. Der Kellner musste uns 2 Mal eine Mitteilung machen, 1. sie haben keine Bananen mehr, 2. Kein Reis. In einem Land wo es nur so von diesen Esswaren wimmelt!?

Am Mittwochmorgen suchten und fanden wir ein billigeres Guest House, welches direkt am Nam Khan River und unter der Anfluglinie zur Flugzeuglandebahn liegt. Die Familie vom Guest House wohnt im selben Haus wie die Traveller was es sehr familiär macht. Am Nachmittag machten wir Besorgungen und gingen in ein sehr schönes Restaurant mit Sicht auf den Nam Khan River essen. Abends assen wir an einem vegetarischen Fressstand für 1.25 Franken und danach schlenderten wir durch den Nachtmarkt.

Am Donnerstag machten wir nichts Nennenswertes ausser den Haushügel von Luang Prabang besteigen, auf welchem ein Tempel steht. Von dort genossen wir den Sonnenuntergang und die atemberaubende Sicht auf Luang Prabang.

Freitagmittag mieteten wir uns ein Velo und erkundeten die Stadt. Es hat hier sehr wenig Verkehr und so konnten wir gemütlich durch die Stadt fahren. Luang Prabang ist eine heilige Stadt, welche mal die Königsstadt von Laos war. Die Bauten sind von den Franzosen geprägt und wunderschön. Auch das Essen, es gibt Crepe und Baguette und «La vache qui rie».

Am Samstag fand ein Rugby Derby statt welches wir uns reinzogen. Zuerst spielten junge Mädchen und danach grobe Männer. Es war sehr lustig. Dazwischen unterhielten uns die laotischen Kids, indem sie zu uns sassen und uns Papierblätter gaben. Mit welchen wir dann mit ihnen zu zeichnen und Papier falten begannen. Dies löste bei den Mädchen eine Falzorgie aus und von überall holten sie noch mehr Papier und stritten sich fast darum. Auch die Kinder am Rande des Spielfeldes unterhielten sich prima indem sie mit langen Bambusstangen fochten, die Geländerstangen herunterrutschten, leere Bierdosen einsammelten oder in Boxkissen schlugen. Um sechs Uhr gab es im Guest House ein Gratis Abendessen für alle Gäste welches hervorragend schmeckte.