Perhentian Island, Malaysia vom 05. August bis 24. August 2010

  

Am 5. August um drei Uhr in der Früh riss uns der Wecker aus dem Schlaf damit wir dann rechtzeitig am Flughafen waren und einchecken konnten. Alles verlief reibungslos und nach einem Zwischenstopp in Kuala Lumpur, landeten wir gegen Mittag in Kota Baru. Wir charterten mit zwei anderen Reisenden ein Taxi, welches uns in einer knappen Stunde zum Hafen brachte, von dem wir dann mit dem Boot nach Perhentian Island gelangen sollten. Zuerst mussten wir uns noch in einem Büro registrieren und ein wenig die Zeit totschlagen bis wir endlich in ein kleines Speedboot steigen konnten. Mit dem Speedboot donnerten wir in 45 Minuten nach Perhentian. Wir stiegen am Mira Beach aus und konnten dort ein Bungalow beziehen, dass uns Sabrina und Matthias reserviert hatten. Dieser Strandabschnitt ist sehr isoliert und es gibt nur ein Restaurant und ein paar wenige Bungalows. Die Bungalows waren eigentlich keine Bungalows sondern zusammen gezimmerte Bruchbuden. Für 23 Franken darf man wohl ein bisschen mehr erwarten als ein Bett bei dem die Bettwäsche nicht gewechselt wurde und ein Blechdach über dem Kopf. Auch das Restaurant war eine ziemliche Katastrophe und von Hygiene haben die noch nie was gehört. Als Tinu die Küche in Augenschein genommen hatte war alles klar und er meinte für so einen Scheiss sei er zu alt. Auch die anderen waren nicht sonderlich begeistert und so machten sich Matthias und Tinu am nächsten Tag auf Zimmer Suche. Bei enormer Hitze wanderten die zwei durch den Dschungel zum nächsten Beach. Dort stellten sie fest, dass die Unterkünfte entweder schon ausgebucht waren oder ähnliche Baracken wie wir schon eine hatten. Also marschierten sie wieder los quer über die Insel zum Longbeach. Nach langer Suche und immer wieder der gleichen Antwort, Sorry we are full, wurden wir im Rock Garden fündig und schnappten die zwei letzten Bungalows. Die Bungalows stehen an einem Hang mit Meersicht und was noch wichtiger war, sie waren sauber. Nachdem wir alles gezügelt hatten, konnten wir endlich anfangen das Inselleben zu geniessen. Perhentian Islands sind zwei kleine Inseln auf denen es ausser Tauchen und Strandleben eigentlich nichts zu tun gibt. Die Preise für das Tauchen sind extrem günstig und das nutzten wir natürlich voll aus. Für einen Tauchgang mit allem Inklusive mussten wir 20 Franken berappen. Also noch billiger als in Ko Tao! Die Unterwasserwelt ist sehr schön und es gibt sehr grosse Fischschwärme und viel Grossfisch inklusive Haie. Der einzige Minuspunkt ist, dass die Sichtweite sehr verschieden ist und 15 Meter eigentlich nie überschreitet.

Etwa nach drei Tagen in unserer neuen Unterkunft, floss kein Wasser mehr durch die Leitungen. Nach Befragung des Personals erfuhren wir das eine Wasserpumpe ihre Aktivität eingestellt hatte und sie auf eine neue Pumpe aus Kuala Lumpur warteten. Glücklicherweise hatte es beim Restaurant neben der Küche eine kleine Dusche die noch funktionierte. Also mussten sich die Bewohner von etwa 40 Zimmern diese Dusche teilen. Die Folge davon war jeden Abend eine riesige Warteschlange vor der Dusche. Manche Leute wurden ziemlich sauer und beklagten sich lauthals beim Personal. Wir handelten einen Discount aus und bezahlten nur noch die Hälfte des eigentlichen Zimmerpreises. Das Personal versprach uns, dass dieses Problem am nächsten Tag gelöst sei und alle wieder Wasser zur Verfügung hätten. Wir waren aber mehr als eine Woche dort und es floss kein Tropfen Wasser… Uns war das ziemlich egal, da wir einfach nur die Hälfte bezahlten und Duschen konnten wir ja auch neben der Küche.

Am 15. August, Tinus Geburtstag, waren wir natürlich Tauchen und am Abend wollten wir ein bisschen feiern. Da aber Malaysia ein muslimisches Land ist, konnte man nicht einfach im Restaurant Bier oder Wein bestellen. Also mussten wir bei einem kleinen Stand am Strand für teures Geld irgendeinen lokalen Schnaps kaufen und zu unserer Überraschung war der nicht mal so schlecht.

Wie schon erwähnt, auf der Insel nicht viel zu tun war, verbrachten wir viel Zeit mit faulenzen, lesen, jassen und tauchten so viel, dass wir beinahe Schwimmhäute bekamen.

Kuala Lumpur, Malaysia vom 11. März bis 15. März 2010

 

Mittags am 11. März fuhren wir mit dem Taxi zum internationalen Flughafen in Phuket. Der Air Asia Flug nach Kuala Lumpur hatte Verspätung und wir mussten dadurch eine Stunde länger warten bis wir ins Flugzeug steigen konnten. Wie der Pilot verkündete, hatten sie ein technisches Problem, das aber wieder behoben wurde. Der Flug dauerte nur eine Stunde und Probleme gab’s tatsächlich keine. Nach der Zollabfertigung machten wir uns auf den Weg ins Zentrum von Kuala Lumpur. Da der Flughafen fast 50 km entfernt vom Stadtzentrum ist, brauchten wir für die Fahrt mit dem Bus eine geschlagene Stunde. Unterwegs merkten wir, dass Kuala Lumpur in einer anderen Zeitzone liegt und wir die Uhr eine Stunde nach vorne stellen müssen. Das war besonders ärgerlich, da wir mit unserer malaysischen Kollegin Lynda abgemacht hatten und wir, im Bus sitzend, keine Chance mehr hatten sie zu erreichen. Als wir im Zentrum ankamen, suchten wir ein Telefon um Lynda anzurufen. Als wir das Telefon gefunden hatten, erübrigte sich das Telefonat weil uns Lynda schon gegenüber stand und uns lachend zuwinkte. Lynda fuhr uns mit ihrem Auto durch die abendliche Rushhour zu einem lokalen Restaurant wo wir zum Nachtessen Chicken und Beef Satay bekamen. Danach fuhren wir zu Lynda nach Hause. Sie wohnt in einer Wohnsiedlung mit vielen Hochhäusern die dicht beieinander stehen. Die Wohnung befindet sich im siebten Stockwerk eines Hochhauses und die Türe und der kleine Balkon sind wie bei einem Gefängnis mit Gittern gesichert. Die Wohnung selber ist aber sehr schön und gemütlich.

Am nächsten Tag besichtigten wir das Little India, einen Bazar, einige Shops und ein riesiges Einkaufszentrum. Als Linda mit ihrer Arbeit fertig war, holte sie uns am vereinbarten Ort ab und wir fuhren zu einem Foodcorner. Die Auswahl an Gerichten war riesengross und unter anderem gab’s auch Rösti. Wir probierten Rösti mit Spiegelei und es schmeckte erstaunlicherweise fast so gut wie zu Hause. Bei Lynda zuhause angekommen mussten wir zuerst alle duschen, da es in Kuala Lumpur immer mega heiss und feucht ist und wir ganz klebrig waren. Danach ging Lynda ihre Schwester abholen, welche von Penang auf dem Weg zu ihrem Elternhaus war und unterwegs bei Lynda und uns einen Halt machte. Wir plauderten noch kurz und dann gingen wir zu Bett. Da wir am nächsten Tag früh auf mussten, da wir an eine Reisemesse wollten und diese um 10 Uhr aufmacht. Vor der Messe gingen wir frühstücken und zur Post, da es mal wieder Zeit war ein Packet nach Hause zu schicken. Unter anderem unsere Hängematte, die wir in Ko Tao für unser Bungalow gekauft hatten. An der Messe war’s dann rangelvoll und wir waren froh als wir wieder draussen waren. Danach suchten wir im Internetkaffee einen Flug auf die Philippinen und hinaus, da die Filipinos einen nicht reinlassen wenn man keinen Ausreiseflug vorzulegen hat. Dies dauerte gute zweieinhalb Stunden und danach waren alle nudelfertig, inklusive Lynda, die Gute hatte die ganze Zeit gewartet. Danach genehmigten wir uns ein wohlverdientes Essen im Kenny Rogers. Mit dem Auto ging’s wieder weiter zu den Petronas-Twin-Towers, das Wahrzeichen von Kuala Lumpur. Dort wollten wir auf die Verbindungsbrücke hinauf, die Tickets waren aber leider schon ausverkauft. Pro Tag dürfen nur 1700 Personen hinauf und auf der Brücke kann man nur 15 Minuten sein. So setzten wir uns zu den Fontänen hinaus und danach fuhren wir weiter und gabelten zwei ihrer Freunde auf und mit diesen gingen wir zum Petaling-Market. Dort fand Lea zwei Ringe, die ihr jedoch zu gross waren. Der junge Herr am Stand bemerkte er könne sie kleiner machen in 20 Minuten, gesagt getan, doch er hatte eine geschlagene Stunde, was uns nicht weiter gestört hätte aber er gab die Ringe danach für den halben Preis. Ja da sagt man doch auch nicht nein.

Da wir schon alle recht müde und hungrig waren gingen wir nicht mehr zur Livemusic, wie wir eigentlich wollten und fuhren zu einem Mamak Restaurant indisch essen, um Mitternacht! Grosse Städte schlafen nie.

Hundemüde fielen wir nach einer Dusche ins Bett.

Sonntags dann machten wir „Siesta“, schliefen bis um 12 Uhr, Lynda machte uns ein feines Frühstück und dann schauten wir den ganzen Nachmittag fern bis wir dann um 19 Uhr auswärts essen gingen. Diesmal gingen wir in die „The Curve“-Shoppingmall, dort führte uns Lynda zum Mövenpick Marché Restaurant! Alles war wie in einem Marché Restaurant und die Räume waren ganz schweizerisch eingerichtet. Da kam schon ein bisschen Heimweh auf. Das Essen war super und wieder mal durften wir feinen Käse essen.

Am nächsten Tag ging schon um 4 Uhr früh der Wecker los, da unser Flug schon um 7 Uhr zwanzig ging. Wir fuhren mit dem Taxi die Stunde zum Flughafen nachdem wir uns von Lynda verabschiedet hatten. Die vier Stunden Flug vergingen wie im Flug und schon waren wir auf den Philippinen. Nun sind wir in Angeles und wollen morgen in Richtung der Reisterassen fahren.