Busuanga, Philippinen vom 27. April bis 8. Mai 2010

 

Am Mittag des 27. Aprils checkten wir aus und gingen zur Strasse, es kam just zu dieser Zeit ein Bus und ehe wir uns versahen brausten wir schon Richtung Norden nach Tacloban. Die Fahrt sollte zwischen drei und vier Stunden dauern, tatsächlich benötigten wir aber mehr als fünf Stunden. In Tacloban wollten wir Übernachten, da wir am nächsten Tag in aller herrgottsfrühe einen Flug nach Manila und von dort weiter nach Coron hatten. Da wir ja nur eine Nacht bleiben wollten, waren wir bei der Zimmersuche nicht sehr wählerisch und quartierten uns in einem Zimmer ein das nicht viel grösser war als eine Schuhschachtel. Nach einer kurzen Nacht, fuhren wir am Morgen früh mit einem Tricycle zum winzigen Flughafen. Dort ging alles sehr schnell und schon waren wir in der Luft. Nach einer Zwischenlandung und einem kurzen Aufenthalt in Manila, kamen wir noch vor der Mittagszeit in Coron an. Coron liegt auf der Insel Busuanga die zu Palawan gehört und ist zugleich mit ca. 30000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt Palawans. Der vielleicht einzige Grund überhaupt nach Coron anzureisen, sind die etlichen Wracks die um die Insel Busuanga auf Grund liegen. Die meisten der gesunkenen Schiffe sind japanischer Herkunft und wurden im September 1944 während des zweiten Weltkrieges von den Amerikanern versenkt. Auch wir sind aus dem Grund angereist um diese Wracks Unterwasser zu erforschen. Für die erste Nacht bezogen wir ein schäbiges Zimmer das früher als Klinik gedient hatte und direkt neben der lauten Strasse lag. Natürlich war das nichts für uns und wir verlegten unser Quartier in ein Resort, das etwa ein Kilometer ausserhalb der Stadt liegt. Ganz in der Nähe von unserem Resort liegt das Rocksteady Divecenter, bei dem wir uns zum Tauchen anmeldeten. Am nächsten Tag war es also dann soweit und wir gingen zum ersten Mal Wracktauchen. Da Lea noch nicht ganz sicher war ob sie in die Wracks hineintauchen mochte, bekam jeder von uns einen eigenen Divemaster der uns führte. Die Divemaster machten ihre Arbeit sehr gut und wir fühlten uns bei Rocksteady sehr gut aufgehoben wie damals bei Dive point in Ko Tao. Es ist schon ziemlich speziell in so einem versunkenen Schiff rumzutauchen, durch enge Tunnels zu schwimmen und in dunkle Ecken vorzudringen. Tinu fand alles ganz spannend und aufregend. Auch Lea tauchte in die Wracks hinein wobei sich aber ihre Begeisterung am Anfang noch in Grenzen hielt. Als sich Lea an die Ungestüme gewöhnt hatte fand auch sie es ganz lustig. Am letzten Tag liehen wir uns noch eine Unterwasserkamera aus und Lea probierte sich zum erstes Mal als Unterwasser’photograper’. Wir genossen unsere letzten Tage auf den Philippinen mit nichts tun und vor allem mit Tauchen.

Da wir am 10. Mai nach Darwin in Australien fliegen, war dies unser letzter Bericht aus Südostasien. Weitere folgen aus Australien…

Wir fühlten uns sehr wohl in Südostasien und haben die Zeit beim Reisen, Tauchen und beim Rumhängen sehr genossen. Die Philippinen haben sich bei uns auf der Beliebtheitsskala bis nach ganz oben gemausert, da hier vieles noch sehr ursprünglich ist und der Tourismus noch nicht solche Ausmasse erreicht hat wie z.B. in Thailand. Wahrscheinlich sind es auch die netten und hilfsbereiten Leute, die spektakuläre Landschaften und natürlich die super Tauchgründe die unser Aufenthalt auf den Philippinen so grossartig machte.

Negros/Leyte, Philippinen vom 06. April bis 27. April 2010           

 

Am 06. April verabschiedeten wir uns von unserer schönen Unterkunft in Moalboal und fuhren mit dem Bus in den Süden der Insel Cebu und von dort mit dem Schiff rüber zur Insel Negros. Dort stiegen wir in ein Jeepney und liessen uns ins 18 Kilometer entfernte Dumaguete fahren. Dumaguete ist mit 120'000 Einwohnern eine angenehme Kleinstadt im Südosten der Insel Negros. Am nördlichen Stadtrand fanden wir im Harold’s Mansion eine gute Unterkunft. Das ist die erste Backpacker Unterkunft, in der wir auf den Philippinen wohnten und dementsprechend trafen wir auch auf andere Backpacker. Harold der philippinische Besitzer, bietet auch Tauchausflüge auf die nahe gelegene Apo Island an. Wir wollten uns diese Chance nicht entgehen lassen und meldeten uns, nach einem kurzen Gespräch mit Harold, für den Trip an. Am nächsten Tag ging es dann um 8:00 Uhr in der Früh los. Wir fuhren zuerst mit einem Auto eine Stunde Richtung Süden und von dort mit einem kleinen Boot übers Meer zur Insel Apo. Wie Harold uns versprochen hatte, bekamen wir eine brandneue Tauchausrüstung. Wir machten drei Tauchgänge rund um die Insel Apo und bei jedem einzelnen Tauchgang bekamen wir grosse Wasserschildkröten zu Gesicht. Die Gewässer rund um die kleine Apo Insel sind geschützt und man muss 300 Pesos (7,5 Fr) Umweltgebühr bezahlen wenn man dort Tauchen will. Die 300 Pesos lohnen sich allemal, da man sehr spektakuläre Korallengärten zu Gesicht bekommt. Am nächsten Tag gingen wir noch in Dauin Tauchen wo wir vom Strand aus ins Wasser gingen und dann in etwa 26 Metern Tiefe ein Auto Wrack bestaunen konnten. Dieser Tauchplatz wurde im 2009 von PADI zum besten Mack-Dive bestimmt. Für uns war es einer der besten Tauchgänge, wir sahen ganz viele schräge Sachen, die wir noch nie gesehen hatten. Z.B. einen flying gunard, welcher aussieht wie ein Fisch mit grossen Flügeln. Wenn man ans Tauchen denkt, kommen einem Fische in den Sinn, aber es hat noch so viele komische andere Fische und Kreaturen als nur die klassischen Fische.

Tags darauf reisten wir mit dem Bus nach Sipalay, das an der Westküste von Negros liegt. Die Fahrt dauerte 6 Stunden und führte teilweise über holprige und staubige Schotterpisten. Da es schon seit Ewigkeiten nicht mehr geregnet hatte, wurden wir bei der Fahrt über die Schotterpiste regelrecht mit Staub und Sand eingepudert. In Sipalay angekommen wurden wir sofort von sehr aufdringlichen Tricyclefahrern umlagert und einige von ihnen wollten schon unser Gepäck schnappen. Als wir ihnen dann den Song durchgaben, liessen sie uns endlich in Ruhe. Mit einem kleinen Auslegerboot fuhren wir zum ruhigen Sugar Beach. Dort bezogen wir im Driftwood Village, in einem luftigen auf Stelzen stehenden Bungalow unser Quartier. Das ausschliesslich aus Naturmaterialien erbauten Driftwood Village, wird von einem Schweizer geführt und es herrscht eine angenehme und entspannte familiäre Atmosphäre. Ja sogar ein bisschen Robinson Feeling kommt auf. Peter, der Besitzer und sein Personal sind sehr freundlich und aufmerksam. In den letzten paar Tagen liessen wir es uns richtig gut ergehen. Wir lagen in der Hängematte rum, lasen etliche Bücher, steckten die Füsse in den feinen Sand, sassen bei Sonnenuntergang an der Bar mit einem kühlen Bier in der Hand oder liessen uns von der ausgezeichneten Küche verwöhnen. An einem Tag wurde uns auch mal gesagt: «Oh, sie bewegen sich!». Nach fast einem halben Jahr unterwegs, konnten wir auch wieder mal so richtige Schweizer Sachen wie Zürcher Geschnetzeltes, Bernerrösti, Bratkartoffeln, Kartoffelstock, Bratwurst und „Züpfeankebock“ geniessen…

Nach neun Tagen rumhängen am Sugar Beach, machten wir uns schweren Herzens, da wir im Driftwood nach 6 Monaten das zwischenzeitlich stark vermisste Familienfeeling auffüllen konnten, auf die lange Reise nach Padre Burgos. Die Reise dauerte insgesamt drei Tage mit Übernachtungen in Dumaguete und in Ormoc. Wir benutzten ein kleines Auslegerboot, 3 Busse, ein Taxi, drei Tricycle, ein grosses Auslegerboot, eine Speedfähre, einen Van und ein Multicab. Nach dieser anstrengenden und zeitintensiven Reise waren wir endlich in Padre Burgos angekommen und fanden in Peter’s Dive Resort einen riesigen Bungalow direkt am Strand. Padre Burgos ist ein kleiner abgelegener Ort im Süden der Insel Leyte wo es noch kaum touristische Infrastruktur gibt. Im Ganzen gibt es vier Übernachtungsmöglichkeiten und neben ein paar Tante Emma Läden noch zwei, drei Restaurants. Die wenigen Touristen die es hier hin verschlägt, sind ausschliesslich Taucher. Hauptattraktion sind neben der intakten Unterwasserwelt die zahlreichen Walhaie, die sich in den Gewässern rund um Burgos tummeln. Tauchen darf man mit diesen Giganten nicht mehr aber Schnorcheln ist erlaubt. Gleich am Tag nach unserer Ankunft fuhren wir mit einem Auslegerboot zu den Walhaien. Die folgenden Stunden waren sehr aufregend und zählen zu unseren Highlights unserer Reise. Wir sprangen ins Wasser und konnten die Walhaie hautnah beobachten wie sie mit ihren riesigen Mäulern Plankton einfingen und das Wasser aus ihren Kiemen wieder rausliessen. Einer der Walhaie war besonders neugierig und schwamm um unser Boot, tauchte unter dem Boot durch und manchmal schwamm er direkt auf einem zu und drehte dann kurz vor dem Zusammenprall ab. Man wird schon ein bisschen unruhig und kommt sich sehr klein vor wenn so ein sechs, sieben Meter langer Fisch direkt auf einem zu schwimmt… Nach dem Schnorcheln machten wir noch einen Tauchgang bevor es dann wieder zurück ging. Da es hier weit und breit kein Internet gibt, fuhren wir am nächsten Tag mit einem Multicab (Sammeltaxi) ins 30 Kilometer entfernte Maasin um Flüge zu buchen für unsere Weiterreise. Weil auf den Philippinen alles ein bisschen länger dauert, benötigten wir für dieses Unterfangen fast einen ganzen Tag. Die nächsten Tage verbrachten wir hauptsächlich mit Tauchen, Essen und Schlafen.          

Cebu, Philippinen vom 24. März bis 05. April 2010

 

Am 24. März fuhren wir mit dem Bus von Baguio nach Angeles. Dort mussten wir zuerst mit einem Tricycle zum Taxistand fahren und von dort dann mit dem Taxi zum Clark International Airport. 2 Stunden später flogen wir mit Cebu Airlines in einer Stunde nach Cebu City. Wir kamen etwa um 21:30 Uhr in Cebu City an und mussten uns noch um eine Bleibe kümmern. Mit Hilfe von einer netten Frau vom Informationsstand im Flughafen fanden wir ein akzeptables Zimmer mitten in der versifften Altstadt. Am nächsten Tag mussten wir uns um das Verlängern des Visums kümmern. Bei der Ankunft auf den Philippinen bekommt man eine Aufenthaltsbewilligung für nur 21 Tage und nun wollten wir auf 59 Tage verlängern. Mit dem Taxi fuhren wir zum Immigrations-Office das etwas ausserhalb der Stadt lag. Der Taxifahrer sagte uns schon während der Fahrt, dass er dort ein Freund hat und wir mit ein bisschen Bestechungsgeld den offiziellen, bürokratischen und zeitraubenden Weg umgehen können und wir das Visum innerhalb einer halben Stunde bekämen. Dort angekommen, gingen wir bei den offiziellen Schaltern, bei denen sehr viele Leute warteten, vorbei und der Taxifahrer führte uns zu seinem Kollegen. In diesem Büro hockten vier Beamte herum, die Füsse auf den Tischen und guckten TV. Sofort stand einer auf und erklärte uns dass für 10 Franken extra pro Person die Verlängerung in 30 Minuten erledigt sei. Wir bezahlten die offizielle Gebühr plus die 10 Franken Schmiergeld und tatsächlich bekamen wir innerhalb der genannten Zeit die Verlängerung.
Ehe wir weiterreisten, verbrachten wir 3 weitere Tage in Cebu City. Sightseeing machten wir keines, da es uns nicht danach war, wir machten Erledigungen und verbrachten einen Nachmittag damit unsere Homepage neu zu kleiden. Dann fuhren wir mit einem katastrophalen Bus nach Moalboal. Dann denkt man «och schön, nur 2 Stunden Fahrt» und dann ist diese die schlimmste und man ist froh als sie zu Ende ist. Moalboal ist ein kleines Dorf an der Westküste Cebus das für seine hervorragenden Tauchgründe bekannt ist. Wir fanden dort im Pacita's Beach Resort einen schönen, günstigen, blitzsauberen Bungalow mit grosser Terrasse in dem wir uns gleich wohl fühlten. Am späten Nachmittag besuchten wir einen Tauchshop, den wir schon vorher im Internet gefunden hatten, um Informationen übers Tauchen zu holen. Der Blue Abyss Dive Shop wird von einem Schweizer geleitet und macht einen guten Eindruck. Also schrieben wir uns gleich für den nächsten Tag zum Tauchen ein. Am nächsten Tag mussten wir schon um 8:00 Uhr dort sein um noch die Ausrüstung auszusuchen und parat zu machen. Eine halbe Stunde später ging's dann los. Schon am ersten Tag sahen wir eine Wasserschildkröte, eine Wasserschlange und vieles mehr. Es verging praktisch kein Tauchgang ohne Sichtung einer Wasserschildkröte. Wir blieben insgesamt neun Tage in Moalboal und verbrachten die Zeit mit Tauchen, Faulenzen, von der Klimaanlage in Cebu eingefangene Erkältung auskurieren und lesen. Morgen reisen wir mit dem Bus und der Fähre weiter nach Negros und wollen dort einige Tauchplätze erforschen.

Nord - Luzon, Philippinen vom 16. März bis 23. März 2010

 

Wir blieben noch ein Tag länger in Angeles als wir ursprünglich vor hatten und machten uns am 17. auf den Weg nach Baguio. Nach vier Stunden Busfahrt, kamen wir in Baguio das 1500 Meter über Meer liegt an. Diese Stadt ist das beliebteste Reiseziel der Filipinos und zugleich auch der Sommersitz der philippinischen Präsidentin. Uns hat die Stadt aber nicht sonderlich gefallen und deshalb kauften wir gleich für den nächsten Tag Bustickets nach Banaue. Da der Bus um 8:00 Uhr Morgens starten sollte, mussten wir schon um halb acht beim Busbahnhof sein. Der Bus fuhr schon um 7:45 Uhr ab und nun wussten wir auch weshalb wir eine halbe Stunde früher dort sein mussten. Der Bus war eine ziemliche Lotterkiste ohne Klimaanlage oder sonstigen Extras. Während der Fahrt ratterte und quietschte es ohne Unterbrechung und wir fragten uns ob es der Bus wohl bis ans Ziel schaffen würde. Dann nach unendlich langen, mühsamen 8,5 Stunden kamen wir erschöpft aber ganz in Banaue an. Wir fanden sofort eine Unterkunft mit super Ausblick auf das nicht ganz so schöne Dorf und die umliegenden Reisterassen. Banaue liegt auf etwa 1200 Metern Höhe und ist der Ausgangspunkt zum sogenannten achten Weltwunder den Reisterassen. Über 2000 Jahre benötigten die Ifugao um mit primitiven Geräten diese imposante Landschaft zu gestalten.
Am nächsten Tag charterten wir ein Tricycle (motorisiertes Dreirad) mit Fahrer und fuhren zum Aussichtspunkt oberhalb von Banaue. Von dort hat man ein super Ausblick auf die endlosen Reisterassen. Nur schon für die Aussicht auf diese herrliche Landschaft lohnte sich der strapaziöse Weg nach Banaue. Tags darauf fuhren wir mit dem gleichen Fahrer und Tricycle zu dem 25 km entfernten Hungduan. Die Strasse dorthin ist nur eine staubige, kleine Schlaglochpiste. Wir benötigten 1,5 Stunden und wurden ordentlich durchgeschüttelt. Dort angekommen wurden wir mit wunderschönen, saftig grünen Reisterassen belohnt. Auf dem Rückweg machten wir im Native Village Inn Halt um uns zu verpflegen. Das ist eine Unterkunft, in der man in traditionellen Ifugao Häusern übernachten kann. Auch dort war die Aussicht auf die umliegenden Berge und Reisfelder einmalig! Zurück in Banaue machten wir Pläne für die Weiterreise. Wie wir festgestellt hatten, ist in den Philippinen das Reisen sehr mühsam und zeitintensiv, so dass viel lesen im Reiseführer und hilfreiche Informationen von lokalen Leuten unabdingbar sind. So reisten wir am nächsten Tag mit einem Jeepney über Bontoc nach Sagada. Jeepneys sind die philippinische Version von Sammeltaxis und sind bei der lokalen Bevölkerung sehr populär. Ursprünglich waren Jeepneys umgebaute Jeeps von der US-Army die nach dem zweiten Weltkrieg auf den Philippinen zurückgelassen wurden. Inzwischen gibt es aber auch etwas neuere Modelle und jeder Besitzer eines Jeepneys lässt seiner Kreativität freien Lauf bei der Bemalung seines Gefährts. Nach zwei Stunden erreichten wir Bontoc, wo wir in ein anderes Jeepney umsteigen mussten. Da aber das Jeepney schon übervoll war, mussten wir aufs Dach klettern und auf den Gitterstäben sitzen. Ein ziemliches Abenteuer diese einstündige Fahrt hinauf nach Sagada auf einer schmalen Bergstrasse die natürlich nur teilweise asphaltiert war. Unbequem war es auf jeden Fall aber der Fahrtwind und die Aussicht war supertoll. Trotzdem kamen wir heil und ohne Zwischenfälle in dem auf 1500 Metern Höhe gelegenen Sagada an. Wir fanden eine schöne Unterkunft, die ein bisschen an unsere Alphütten in der Schweiz erinnert. In diesem beschaulichen Bergdorf muss man früh am Abend essen gehen denn um 21:00 Uhr schliessen alle Lokale, die nicht schon vorher den Laden dicht gemacht hatten. Als wir kurz vor Neun zu unserer Unterkunft zurück liefen war schon total tote Hose und die Shops und Restaurants waren verbarrikadiert.
Da unsere „Alphütte" doch sehr hellhörig ist, wurden wir am nächsten Morgen schon um halb sieben Uhr unsanft durch lärmende und polternde Gäste aus dem Schlaf gerissen. Weil das hoteleigene Restaurant nicht besonders gut ist, gingen wir ins Joghurt Restaurant Frühstücken. Es gab eine riesige Portion Pfannkuchen mit Joghurt und Erdbeermarmelade, dazu zwei Spiegeleier, Toast und eine Brühe, die sie Kaffee nannten. Mit Ausnahme des Kaffees schmeckte das Frühstück aber hervorragend. Danach wanderten wir in 45 Minuten zu der Sumaging Höhle. Die Höhle war sehr gross aber leider hatten wir mit unserer kleinen Taschenlampe zu wenig Licht und wir konnten nicht sehr weit in die Höhle vordringen. Auf dem Rückmarsch ins Dorf besichtigten wir noch die Lumiang Höhle in der es viele Särge hatte. Die Särge sind aus ausgehöhlten Baumstämmen mit einem Verschlagbrett um sie zu verschliessen, die Toten darin wurden in der Embryostellung mumifiziert. Nach traditioneller Methode werden so hier die verstorbenen bestattet. Den Rest des Tages verbrachten wir mit rumhängen und lesen. Sagada ist ein kleines ruhiges Dorf, wenn die Hunde nicht gerade um die Wette kläffen und hat einen überschaubaren Dorfkern.
Am 23. März reisten wir mit dem Bus von Sagada nach Baguio. Die Route führte über die spektakuläre Halsema Road, welche mit 2250 Meter Höhe auch die höchst gelegene Strasse der Philippinen ist. Dieser Trip war wieder einmal nicht nur einfach anstrengend sondern wunderschön. Wir genossen viele tolle Aussichten über die Berge, die Gemüseterrassen und in die Täler.
Morgen geht's mit einer langen Reise weiter auf die Insel Cebu.