Ko Tao/Phuket Town, Thailand vom 1. März bis 11. März 2010

 

Nach einem Monat in Ko Tao sind wir nun in Phuket Town angekommen. Die letzten Tage in Ko Tao verbrachten wir wie immer mit Tauchen und rumhängen. Da Sabrina am 1. März Geburtstag hatte, gingen wir das erste Mal in die Skybar die ganz in der Nähe von unserer Unterkunft war. Wir feierten bis spät in die Nacht und genehmigten uns den einten oder anderen Drink…

Mittlerweile hatte Lea ihren Tauchkurs erfolgreich abgeschlossen und sich gleich noch für den Advanced Kurs angemeldet. Nach anfänglicher Skepsis, hat Lea nun grosse Freude am Tauchen. Am 6. März mussten wir uns wieder von Sabrina und Matthias verabschieden weil unser Visum nur noch ein paar Tage gültig ist. Die zwei reisten nach Ko Phangan weiter und wir gingen zum Abschluss unseres Ko Tao Aufenthaltes auf einen ganztägigen Tauchtrip. Wir wurden um 05:15 Uhr abgeholt und direkt aufs grosse Schiff von Divepoint gebracht. Kurz vor sechs Uhr liefen wir aus und machten uns auf den Weg zu dem 2 Stunden Fahrt entfernten Sail Rock. Das ist ein Felsbrocken auf offener See der einige Meter aus dem Wasser ragt. Wir hatten 2 Tauchgänge dort und ein feines Mittagessen. Der dritte Tauchgang war auf dem Rückweg beim Samran Pinnacles. Es war ein sehr schöner Tag, den wir auf dem Boot von Divepoint erleben durften und ein würdiger Abschluss von unserem Ko Tao Aufenthalt.

Tags darauf machten wir uns auf die lange Reise nach Phuket Stadt. Zuerst fuhren wir mit dem High-speed Katamaran nach Ko Phangan und von dort weiter nach Ko Samui. Dort mussten wir 1,5 Stunden warten bis wir in einen Bus einsteigen konnten. Mit dem Bus ging es auf die Fähre und mit dieser in 2 Stunden nach Surat Thani aufs Festland. Als wir in der Stadt ankamen, erfuhren wir dass wir erst um 21:30 Uhr in Phuket ankommen werden. Wir telefonierten beim Guest House, bei dem wir eine Reservierung hatten und sagten dass wir später kommen werden. Sie sagten das mit der Reservierung habe nicht geklappt. Nach etwas überlegen, entschieden wir, dass wir eine Nacht in Surat Thani bleiben und dann am nächsten Tag weiter reisen. Wir reservierten nochmals im Guest House in Phuket für den nächsten Tag und der Besitzer versicherte uns, dass wir ein Zimmer bekommen werden. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus in 4 Stunden nach Phuket Stadt. Dort angekommen, gingen wir zum reservierten Guest House und wollten unser Zimmer beziehen. Schon wieder hiess es dass kein Zimmer frei ist. Langsam wurden wir sauer und wir sprachen ein paar ernste Worte mit dem Besitzer. Der kam nur mit billigen Ausreden und wollte uns für dumm verkaufen. Unser Urteil über das Thalang Guest House in Phuket Stadt: Der Besitzer ist nur auf Geld aus und das Wohl der Gäste interessiert ihn nicht im Geringsten. Wenn möglich ein anderes Guest House suchen!

Also suchten wir eine andere Bleibe und wurden im Old Town Hostel fündig. Wir finden dieses Hostel für den Preis von 14 Fr. sehr gut und Frühstück und gratis WiFi ist auch noch dabei. Wir nutzten die Zeit in Phuket um einige Besorgungen zu machen und schon lange fällige Computerarbeiten zu verrichten.

Unsere Reise geht jetzt weiter nach Kuala Lumpur in Malaysia, wo wir, wenn alles klappt, unsere malaysische Freundin treffen werden.  

Ko Tao, Thailand vom 13. Februar bis 28. Februar 2010

 

Da es uns so gut gefällt, sind wir immer noch am gleichen Ort auf Ko Tao. Wir verbrachten die Tage mit lesen, Schnorcheln, Karten spielen und natürlich Tauchen.

Eines Abends hängten wir auf dem Balkon unseres Bungalows rum als plötzlich Pfiffe ertönten. Als wir nachsahen wo die Pfiffe herkamen, sahen wir zwei Gesichter die wir sehr gut kannten: Sabrina und Matthias. Wir waren am Anfang unserer Reise zusammen unterwegs ehe sie dann nach Kambodscha reisten und wir in den Süden Thailands. Durch eine Email wussten wir, dass die zwei auf dem Weg nach Ko Tao waren. Dennoch war es eine ziemliche Überraschung als sie plötzlich vor unserem Bungalow standen. Sie quartierten sich an einem anderen Strand ein der von unserem Bungalow zu Fuss durch den Dschungel in 25 Minuten erreichbar war. Wir verabredeten und zum Abendessen am nächsten Tag bei ihnen am Strand. Da wir den Weg durch den Dschungel nicht wirklich kannten, entschieden wir uns für den längeren Weg über die staubige Strasse. Nach einer Stunde erreichten wir völlig verschwitzt das Ziel. Natürlich gab es vieles zu erzählen und die Zeit verging wie im Flug. Etwa um drei Uhr morgens machten wir uns auf den Rückweg. Diesmal wollten wir den kürzeren Weg durch den Dschungel nehmen. Mit Taschenlampe, Karte und einer Flasche Wasser machten wir uns auf den Weg. Nach kurzer Zeit erkannten wir, dass der Trampelpfad im Dschungel und bei Nacht zu finden, ein ziemliches Abenteuer ist! Wir mussten immer wieder umkehren weil plötzlich der Pfad im undurchdringlichen Dickicht endete oder wir den falschen Weg nahmen, der zu irgendeinem Bungalow führte. Nach fast einer Stunde umherirren im dunklen Dschungel,  erreichten wir dann doch noch unser Bungalow. Am nächsten Tag machten wir uns nochmals auf die Reise durch den Dschungel. Diesmal marschierten wir bei Tageslicht los und prägten uns den Weg genau ein. Von diesem Zeitpunkt an, kannten wir den Weg und die Heimreise in der Nacht verlief ohne Probleme. Da bei uns ein Bungalow frei wurde und Sabrina den Tauchkurs erfolgreich abgeschlossen hatte, zügelten die beiden zu uns. Tags darauf ging Tinu auf einen Tauchtrip zu den Chumphon Pinnacle. Das ist wohl der bekannteste Tauchspot in ganz Ko Tao wo es auch ungefährliche Haie gibt. Das Riff dort ist wunderschön, mit vielen farbigen Korallen und Fischen. Da der Open Water Diver nur auf 18 m tauchen darf und die Sicht nur 15 – 20 m betrug, bekam Tinu kein Hai zu Gesicht. Dennoch war der Tauchgang wunderschön und es gab einiges zu entdecken.

Tinu entschied sich noch den Advanced Kurs zu absolvieren, der 2 Tage in Anspruch nahm. Der Kurs beinhaltete Navigation, Computertauchen, Tarierung in Perfektion, Multi-Level Tauchen, einen Tieftauchgang auf 30 Meter und zum Abschluss ein Tauchgang bei Nacht. Der Nachttauchgang war sehr aufregend und wurde mit der Sichtung zweier Blaupunktrochen gekrönt. Das unbestrittene Highlight durfte Tinu beim Tieftauchgang erleben: Einen Walhai!! Wir befanden uns mit dem Schiff auf offenem Meer bei den Chumphon Pinnacle als plötzlich jemand rief: „Walhai!“ Dann ging alles sehr schnell. Wir machten unsere Ausrüstung parat und sprangen so schnell wie möglich ins Wasser. Nach etwa fünf Minuten tauchen, kreuzte der Walhai unseren Weg. Dieser riesige Fisch ca. 6-7 Meter lang, (für Menschen ungefährlich) schwebte ganz sanft durchs Wasser. Wir konnten ihn etwa fünf Minuten beobachten ehe er im tiefen Blau verschwand. Zurück auf dem Schiff, herrschte grosse Freude und alle erzählten von der Begegnung mit dem Walhai. Es braucht unheimlich viel Glück so einen Giganten überhaupt zu sehen. Meine Tauchlehrerin hat schon über 5000 Tauchgänge und das war ihr erster Walhai…

Lea hat nun doch noch Lust bekommen, das Tauchen zu erlernen und hat sich für den Open Water Kurs angemeldet. Das freut mich natürlich sehr, da es doch viel schöner ist ein solch schönes Hobby zu teilen.

Nun haben wir beschlossen, dass wir bis Anfang März hier in Ko Tao bleiben und dann mit dem Zug nach Malaysia reisen werden. Dort wollen wir ein paar Tage in Kuala Lumpur verbringen und uns ein Flugticket für die Philippinen besorgen.

Ko Tao, Thailand vom 5. Februar bis 12. Februar 2010

Nun endlich, nach fast einem Monat Südthailand, haben wir das Paradies auf Ko Tao  gefunden…
Wir reisten am Donnerstag, 4. Februar mit dem Bus nach Surat Thani. Dort angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft für eine Nacht. Wir fanden ein Zimmer in einem guten Mittelklasse Hotel. Erstaunlich was wir für den niedrigen Preis von 440 Baht (14 Fr.) alles bekamen. Dieses Zimmer war seit Phuket Town das billigste aber auch eines der Besten. Nach dem Einchecken im Hotel gingen wir los um ein Ticket für nach Ko Tao zu erwerben. Wie sich herausstellte, war dieses Unterfangen gar nicht so einfach. In jedem Ticketoffice erzählten sie uns etwas anderes über Fahrzeit, Abfahrtszeit und Preis. Nach einer langen und nervenraubenden Suche, kauften wir in einem Büro das uns seriös erschien und bei dem der Preis einigermassen stimmte, ein Ticket.  Am nächsten Morgen wurden wir um 7:20 Uhr in der Früh bei unserem Hotel abgeholt. Wir fuhren zuerst mit einem Tuktuk zum Hauptquartier vom Songserm-Travel und mussten dort aus irgendeinem unerklärlichen Grund eine Stunde warten. Dann endlich kam ein grosser, verlotterter Bus der uns zum Pier brachte. Beim Pier wurden wir umher gehetzt und angebafft und wir mussten schleunigst auf das Schiff. Zuerst fuhren wir nach Ko Samui und mussten dort eine halbe Stunde warten bis es weiter ging. Nach einer weiteren Fahrt von einer Stunde erreichten wir Ko Phangan. Dort mussten wir das Schiff wechseln und fuhren dann in 1,5 Stunden nach Ko Tao. Als wir in Ko Tao vom Schiff stiegen, wurden wir wie immer von einer Horde von Schleppern umlagert die uns zu ihrem Hotel schleppen wollten. Wir wollten nichts von all dem wissen und gingen erst mal ein Happen essen. Es verschlug uns ins Paprika Restaurant in dem auch eine Tauchschule angeschlossen ist. Der Besitzer, ein freundlicher und sehr hilfsbereiter Österreicher, erzählte uns auf unsere Frage hin einige Sachen übers Tauchen und gab uns ein Tipp wo wir wohnen könnten. Wir wollten uns die Bungalows ansehen die uns der Österreicher empfohlen hatte und so fuhren wir mit seinem Longtail Boot zu den Tao Thong Bungalows. Wir waren sofort begeistert von den Bungalows, die direkt am Meer stehen und quartierten uns dort ein. Das Restaurant ist auch ganz gemütlich mit Sitzkissen, einer Ecke mit Spielen und Bücher und aus den Lautsprechern ertönt Bob Marley…. Was will man mehr! Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Boot ins Dorf weil Tinu noch einige Sachen in der Tauchschule besprechen will. Nach einem kurzen Gespräch in der Tauchschule, meldete Tinu sich für den Open Water Kurs an, der am nächsten Tag beginnt. Da Lea den Kurs nicht absolvieren möchte, muss sie die nächsten drei Tage alleine verbringen, was aber im Paradies nicht all zu schwierig sein dürfte. Wie vereinbart wurde Tinu am nächsten Tag pünktlich um 8:30 Uhr abgeholt und zur Tauchschule gebracht. Dort war in den ersten drei Stunden Theorie angesagt. Am Nachmittag ging’s dann mit dem Schiff zur Mango Bay wo der erste Tauchgang auf dem Programm stand. Die Tauchgruppe bestand aus 4 Teilnehmern und der Instruktorin Silke. Im seichten Wasser machten wir zuerst ein paar Atemübungen bevor wir auf 6 Meter runter tauchten. Nach einer Stunde war der erste Tauchgang vorbei und wir konnten uns auf dem Schiff erholen bevor es zum zweiten Tauchgang ging. Am Abend waren dann noch Hausaufgaben angesagt, die auch eine gute Stunde in Anspruch nahmen. Lea vergnügte sich während des Tages mit Schnorcheln und mit rumhängen in der Hängematte. Der nächste Tag verlief ziemlich ähnlich mit wieder einer Ladung Hausaufgaben am Abend. Am dritten Tag kam Lea mit auf das Schiff um zu Schnorcheln. Nach bestandener Theorieprüfung und nach insgesamt 6 Tauchgängen wurde Tinu stolzer Besitzer des Open Water Tauchscheins. Die Tauchschule (Dive Point) ist sehr professionell geführt, mit freundlichen Menschen, neuem grossem Schiff und die Ausrüstung ist neu und in sehr gutem Zustand. Also sehr empfehlenswert!
Die letzten beiden Tage nach dem Tauchkurs schnorchelten wir um die Wette, da es sich beim Tao Tong Strand auch gut vor der Haustüre schnorcheln lässt. Und hängten bei unserem schönen Bungalow, lasen ein Buch, assen fein, spielten Karten, erledigten unsere Arbeiten, ja auch wir sind viiiiieeellllbeschäftigt!
Da es uns hier in Ko Tao sehr gefällt, werden wir wohl noch eine Weile hier bleiben, das Leben geniessen und ein bisschen Tauchen und Schnorcheln.

Ko Lanta/Krabi, Thailand vom 24. Januar bis 04. Februar 2010

 

Wie uns versprochen wurde, konnten wir nach 2 Tagen in eines der billigeren Bungalows wechseln. Da das Bungalow nur noch die Hälfte kostete, konnten wir die restlichen 4 Tage auf Ko Lanta ausgiebig geniessen und uns mehrere von den sehr feinen Coconut Milkshakes gönnen. An einem Tag mieteten wir auch ein Moped und fuhren noch mehr in den Süden und besuchten den Ort an dem Lea vor 6 Jahren schon mal war. Der eine, der noch da war erinnerte sich sogar daran. Ansonsten haben wir nur im Pavillon am Meer unsere Bücher gelesen, gebadet, die Sonnenuntergänge genossen, Karten gespielt und manchmal an der Bar ein Bier getrunken. Am 29. Januar reisten wir mit dem Minibus nach Krabi. Die Fahrt dauerte etwa drei Stunden und wir mussten zwei Mal auf eine Fähre. In Krabi Stadt angekommen, wurden wir gleich von Taxifahrern umworben. Wir nahmen ein Sammeltaxi das uns zum Nopparat Thara Beach brachte. Dass wir uns nicht auskannten haben sie gleich ausgenutzt und uns an einem Ort des Strandes ausgeladen, an welchem gar keine Unterkünfte waren. Mit dem Tuktuk gings dann zum Cashew Nut Bungalows. Dort bezogen wir ein Bungalow, endlich wieder mal eine billige Unterkunft die auch noch schön ist! Die Bungalows gehören einer freundlichen muslimischen Familie die sehr um das Wohl des Kunden bemüht ist. Am nächsten Tag erkundeten wir mit einem Motorroller die Umgebung und zwei benachbarte Strände. Am späten Nachmittag fanden wir einen einheimischen Markt den wir auch besuchten. Dieser Markt war besonders interessant, weil’s nicht das übliche Touristenangebot gab. Was für eine Erholung nach so so viel Touristenrummel. Neben Kleiderständen hatte es auch viel Gemüse, viel Fisch und von Fliegenschwärmen umgebenes Fleisch. Wir kauften uns so frittierte Teigstangen die frisch zubereitet wurden. Die waren sehr fein und schmeckten fast wie Berliner ohne Füllung. Am nächsten Tag gingen wir mit einem Longtailboat auf eine Schnorcheltour. Wir hatten gelesen, dass die Region Krabi, insbesondere Chicken Island, hervorragende Schnorchelgebiete seien. Allerdings waren wir vom Schnorcheltrip sehr enttäuscht. Die Korallen rund um Chicken Island waren die meisten abgestorben und Fische gab es auch kaum zu sehen. Vermutlich auch eine Folge von unkontrolliertem und verantwortungslosem Tourismus… Am Nachmittag besuchten wir die Phra Nang Cave. Dort konnten wir recht abenteuerlich die Höhle erforschen. Wir wateten im brusttiefen Wasser durch die stockfinstere Höhle und bevor man wieder ans Tageslicht gelangte, musste man auf allen Vieren kriechen.

Tags darauf fuhren wir mit dem Sammeltaxi nach Krabi Stadt um Geld abzuheben und ein altes Buch zu verkaufen. Da wir die letzten Tage nur von Reis und Chicken gelebt hatten, gönnten wir uns zum Abendessen bei einem Italiener eine Pizza. Welch ein Genuss nach vier Tagen Reis…

Bis jetzt sind wir noch nicht sonderlich begeistert vom Süden Thailands. Die Strände und die Natur sind zwar wunderschön, für uns ist aber alles zu touristisch und gute Backpacker-Unterkünfte sind enorm schwierig zu finden. Leider hat der Pauschaltourismus Überhand bekommen und wenn man wie wir für längere Zeit unterwegs ist und ein bisschen aufs Geld achten muss, ist es nicht mehr so einfach. Unser nächstes Ziel ist jetzt Ko Tao. Wir hoffen dass wir dort ein schönes Plätzchen zum Verweilen finden werden.  

Phuket/Ko Phi Phi, Thailand vom 11. Januar bis 23. Januar 2010

 

Am Montag, 11. Januar flogen wir mit Air Asia von Ho Chi Minh City nach Phuket. Alles lief wie am Schnürchen und der Flug dauerte nur etwas mehr als eine Stunde. Da wir kurz vor Mitternacht in Phuket ankamen und wir noch keine Ahnung hatten wo wir übernachten werden, buchten wir ein Zimmer vom Flughafen aus. Da das Zimmer etwas runtergekommen aussah und 750 Baht eindeutig zu viel waren, suchten wir am nächsten Morgen ein neues Zimmer. Als wir ein Zimmer in einem Guest House in der Altstadt von Phuket gefunden hatten, spazierten wir ein bisschen in der sehr schönen Altstadt umher und trafen wenig später ein Schweizer Paar aus Einsiedeln. Da Lea jetzt Jassen kann, liessen wir uns die Chance nicht entgehen und klopften mit ihnen einen Jass.

Weil uns Phuket Stadt sehr gefallen hat, blieben wir eine ganze Woche in der Stadt. Wir machten Ausflüge mit dem Motorroller, besichtigten die riesigen Shoppingcenter, spazierten in der Stadt umher oder hängten einfach in Cafes rum. Bei einem Ausflug mit dem Motorroller, besuchten wir den Ort Patong. Ein solch abartiges Touristenkaff haben wir noch nie gesehen!! Am Strand lagen die Touristen Seite an Seite und in 4 oder 5 Reihen hintereinander. In der Stadt gibt’s vom Hard Rock Cafe bis zum Puff alles, nur thailändische Sachen sucht man vergebens…

Am vorletzten Abend in Phuket lernten wir Wolfgang und Silvia aus Solothurn kennen. Wie wir nach einer Weile herausfanden, reisten die Zwei vor ein paar Jahren mit dem Segelschiff um die Welt. Sie bauten das Schiff selber und waren dann ganze fünf Jahre unterwegs. Wir nutzten die Gelegenheit und konnten einige wertvolle Tipps über die Südsee in Erfahrung bringen.

Nach einer Woche Phuket, fuhren wir mit einem grossen, Touristen überfüllten Schiff nach Phi Phi Island. Die Insel ist wunderschön mit hellen Stränden und kristallklarem, türkisfarbenen Wasser wie man es aus dem Reisekatalog kennt…. Das ist die schöne Seite von Phi Phi, leider gibt es auch noch eine andere: Es wimmelt hier nur so von Touristen, die Preise sind unverschämt teuer, es gibt ein grosses Abfallproblem, der Wald wird abgeholzt, überall stinkt es und von Inselromantik ist nicht mehr viel übrig! Vermutlich wird in ein paar Jahren alles kaputt sein…

Um dem Touristenrummel ein wenig zu entkommen, entschieden wir uns für einen Strandabschnitt im Nordosten der Insel. Der Strand war wunderschön und die Bungalows waren auch bezahlbar. Da leider eine Investorengruppe an diesem schönen Strand beabsichtigt ein Luxus-Resort aus dem Boden zu stampfen, wurden die jetzt noch stehenden Holzbungalows etwas vernachlässigt. Wir blieben zwei Nächte dort und wechselten dann für weitere zwei Nächte ins Village. Aber eben, gefallen haben uns dort nur die schönen Strände, alles andere war für uns to much!

Als nächstes Ziel nahmen wir Ko Lanta ins Visier. Wir schipperten in 1,5 Stunden mit einem Schiff auf die Insel und mussten uns immer wieder fragen ob eigentlich gewisse Touristen kein Respekt vor Land und Leute haben. Ko Lanta ist vorwiegend von Muslimen bevölkert und wir finden es muss nicht sein, dass man halb nackt auf dem Schiff sitzt oder im BH spazieren geht. Wir fanden eine Unterkunft direkt am Meer, mussten aber, weil schon alle billigen Bungalows besetzt waren, zuerst mit einem teuren vorlieb nehmen. Es wird uns versprochen, dass wir spätestens in zwei Tagen in eines der billigen Bungalows wechseln können. Ko Lanta ist noch etwas ursprünglicher und die Strände können nicht ganz mit denen von Phi Phi mithalten, dafür ist es um einiges ruhiger und man kann wunderbar die Seele baumeln lassen.