Chiang Mai/Pai, Thailand vom 15. November bis 21. November 2009

 

Am Sonntag fuhren wir mit dem Tuk Tuk zum Bahnhof weil wir Sabrina und Matthias abholen wollten. Sabrina, die Schwester von Lea und ihr Freund sollten um 12:45 Uhr von Bangkok ankommen. Wir waren pünktlich am Bahnhof aber der Zug hatte natürlich Verspätung. Am Infoschalter sagte uns ein freundlicher Mitarbeiter dass der Zug erst um 14:40 Uhr ankommt. Also setzten wir uns unter ein Baum und überbrückten die Zeit mit „Tschou Sepp“ spielen.

Als dann die beiden angekommen waren, fuhren wir zu viert zum Guest House zurück wo wir schon ein Zimmer für Sabrina und Matthias reserviert hatten. 

Am Abend gingen wir dann wieder zum sonntäglichen Abendmarkt.

Nach einem Tag relaxen, mieteten wir am Mittwoch zwei Motorroller und düsten von Chiang Mai zu den nahe gelegenen Bergen. Dies war ein sehr schöner Ausflug. Wir fuhren durch Dschungel und Wälder und je weiter oben wir waren desto kälter wurde es. Wir fuhren bis fast zur Spitze des Doi Pui Berges. Besuchten eine Kaffeeplantage und tranken feinen Kaffee. Am Abend als wir wieder zurück waren, buchten wir für den nächsten Tag einen Bus nach Pai.

Am nächsten Tag fuhren wir also mit so einem Mini-Bus nach Pai. Die Strecke in das etwa 140 km nördlich von Chiang Mai gelegene Pai führt über mehrere 1000m hohe Pässe und man zählt 762 Kurven. Nach drei Stunden und ordentlich durchgeschüttelt erreichten wir nach dem Mittag Pai. Pai ist ein kleines Hippiedorf mit sehr relaxter Atmosphäre. Es gibt keine grossen Hotels nur kleine Bambushütten die sich am Pai-River aneinander reihen.  Leider verschwinden die Hippies allmählich und immer mehr Touristen besuchen diesen abgelegenen Ort.

Trotzdem gefällt es uns sehr gut und wir bereuen den Besuch Pai’s nicht.

Hier erkundeten wir wieder mit einem gemieteten Roller die Umgebung und besuchten einen Wasserfall und den Pai-Canyon. Der Canyon ist im Vergleich zu anderen berühmten Canyons sehr klein aber umso spektakulärer. Auf kleinen sehr schmalen Wegen bei denen es links und rechts senkrecht runter geht kann man den Canyon erkunden. Da die meisten Leute dort in Flip Flop rumspazieren und Sicherheitsvorkehrungen in Thailand nicht vorhanden sind ist das nur was für Hartgesottene. Zu denen Sabrina und Matthias zweifellos gehören… Die zwei balancierten so über die schmalen Wege dass uns nur beim Anblick schon fast übel wurde. Am Abend waren wir in einem chilligen Restaurant scharfes Curry essen. In diesem Restaurant blieben wir bis nach Mitternacht um auf den Geburtstag von Lea anstossen zu können.

Am Freitag schliefen wir nach langem wieder mal aus. Etwa um die Mittagszeit gingen wir frühstücken. Dann mussten wir uns etwas auf der Hängematte ausruhen… Lea verbrachte noch einige Zeit mit Geburtstagsmails zu beantworten und mit skypen. Nach einer gelungenen Überraschung von Sabrina und Matthias mit Kerzen, Schokoladenkuchen und Heissluftballon gingen wir zum Italiener dinieren. Das Essen war super fein und für thailändische Verhältnisse auch recht teuer aber das war es wert.

Am Samstag fuhren wir die 762 Kurven wieder zurück nach Chiang Mai ins Seven Suns.

Ab Sonntag geht dann die Reise weiter nach Laos…

Chiang Mai, Thailand vom 8. November bis 14. November 2009

 

Am Sonntag fuhren wir nach dem Frühstück und ein bisschen lesen, mit dem Fahrrad in die Stadt. Wir bekamen 2 Fahrräder vom Guest House die ein bisschen klein aber sonst in Ordnung waren. Wir verirrten uns wieder einmal in dieser grossen Stadt, fanden dann aber doch das Guest House wieder. Unterwegs mussten wir noch bei einem ATM Geld abheben und hofften vergebens bei diesem Automat keine Gebühren zahlen zu müssen.

Am Abend gingen wir zum sonntäglichen Abendmarkt. Das ist ein riesiger Markt nahe unserem Guest House mit ca. 4000 Ständen. Wir schlenderten fast sechs Stunden auf dem Markt umher und wir glauben bei weitem noch nicht alles gesehen zu haben. Aber wir können ja nächsten Sonntag noch mal hingehen…

  

Am Montag passierte nichts Nennenswertes. Wir faulenzten rum und sammelten Kraft für den bevorstehenden Tag.

An diesem genannten Tag erlebten wir dann ein absolutes Highlight unserer bisherigen Reise: Wir machten ein Elefantentraining! Am Morgen wurden wir von einem Pickup abgeholt der uns in 1,5 Stunden in ein Elefantencamp oben in den Bergen brachte. Wir bekamen ein Papier mit Elefantensprache damit wir auf der Fahrt schon ein bisschen lernen können. (Ja auch wir müssen büffeln!) Dort angekommen marschierten wir noch ein kleines Stück zum Camp und wurden unterwegs von den ersten Elefanten begrüsst. Dann mussten wir unsere Kleidung gegen Mahout-Kleidung eintauschen und das Abenteuer konnte losgehen. Wieder stand lernen auf dem Programm. Wir erfuhren viel Interessantes über Elefanten, z.B. dass Elefanten über 3 Kilometer miteinander kommunizieren können! Und zwar indem sie durch ein «röhren» Schwingungen erzeugen die der Andere dann durch die Füsse (welche ganz soft sind) aufnehmen kann. Und wir mussten natürlich die Elefantensprache noch vertiefen. Dann endlich konnten wir das erste Mal auf einen Elefanten sitzen! Die Elefanten hatten keinen Sattel oder sonst etwas zum sitzen. Wir hockten auf dem Nacken des Elefanten und seine riesigen Ohren benutze man als Handgriffe zum auf und absteigen. Natürlich wurden die Elefanten nach jedem gelungenen Manöver mit verschiedenen Bananen belohnt. Nach ein paar Übungen mit drehen, rückwärts und vorwärts laufen ritten wir zum Camp runter und bekamen ein feines Mittagessen. Nach dem Essen ritten wir zum Fluss um die Elefanten zu waschen. Das machte Mensch und Tier gleichermassen Spass! Da das Elefanten waschen in eine Wasserschlacht mutierte, blieb niemand trocken. Es waren noch zwei Elefantenbabys dabei die die Wasserschlacht sichtlich genossen. Wir zwei bekamen die Mutter eines Elefantenbabys und ihr kleines wich nie von der Seite ihrer Mutter. Nach dem Bad ritten wir flussabwärts wobei die Elefanten bei jeder Gelegenheit ein Ast oder eine Pflanze packten und so ein kleiner Snack zu sich nehmen konnten. Nach einer Weile machten wir Halt und liessen die Elefanten ein wenig relaxen und vom frischen Gras fressen. Nach einem weiteren kleinen Ritt kamen wir zum Schlammloch. Das war wieder ein riesiger Spass für Mensch und Tier. Schlammbedeckt ritten wir zum Camp zurück wo die Elefanten ihren wohl verdienten Feierabend geniessen konnten und wir uns im nahe gelegenen Fluss waschen konnten. Als der Schlamm runter war, tauschten wir die Mahout-Kleider gegen unsere Privatklamotten ein und verfolgten noch einige Szenen vom Video das ein Mitarbeiter gemacht hatte. Um die Götter gut zu stimmen, folgte als Schlusspunkt eine Opfergabe in Form eines zusammengerollten  Bananenblattes und drei Räucherstäbchen. Nach einer 1,5 Stunden Fahrt kamen wir wieder in unserem Guest House an und waren nach diesem gelungenen Tag ziemlich müde.

Zum Schluss noch ein bisschen Elefantensprache die wir lernen mussten:

 

Long            Geh runter

Norn Long     Lieg ab

Look khun     Steh auf

Jhaa long      Kopf runter

Phai             Geh

Yood            Stopp

Saai             Dreh links

Khaw            Dreh rechts

Toyn            Rückwärts

 

Der Rest der Woche verbrachten wir mit Chillen, lesen, Yoga, Massage, spazieren, spielen, essen, trinken, arbeiten am Computer oder einfach ausgedrückt, wir genossen die absolute Freiheit…

Chiang Mai, Thailand vom 2. November bis 07. November 2009

 

Am Montagabend sind wir dann zum Fluss spaziert welcher etwa 2 km von unserem Guest House entfernt ist. Da wir glücklicherweise in Chiang Mai eingetroffen sind als gerade das Soy Krathong-Festival war, kamen wir in den Genuss eines einzigartigen Spektakels. Ganz Chiang Mai war auf den Beinen und zündete Feuerwerk und Knaller wie in der Schweiz am 1. August. Dazu liessen die Leute tausende Heissluftballone wie wir sie früher in der Schule bastelten in die Luft. Alles war aber ein bisschen unkontrolliert und die Thais liessen Knaller in der ganzen Meute los. Glücklicherweise ist aber nichts passiert. Wir kauften auch ein Ballon, für umgerechnet 70 Rappen, schrieben unsere Namen drauf und liessen ihn mit einigen Startschwierigkeiten in die Höhe gleiten. Der ganze Himmel war mit leuchtenden Ballonen übersäht, was einfach mega schön war anzuschauen. Im Fluss haben sie noch selbstgemachte Blumen-Bananenblätter-Arrangements treiben lassen. Mit welchen man die schlechten Sachen wegtreiben lassen kann. Auf die Ballons kann man auch seine Wünsche schreiben.

Am Dienstag sind wir praktisch den ganzen Tag im Guest House rum gehangen und haben gelesen. Am Abend sind wir dann noch ins Zentrum die grosse Parade schauen gegangen. Das war so ein Umzug mit vielen dekorierten Wagen, lauter Musik und vielen geschmückten und gestylten Menschen. Natürlich gab’s auch an diesem Abend wieder Heissluftballone, Feuerwerk und viele laute Knaller.

Als wir zum Guest House zurück kamen unterhielten wir uns noch ein bisschen mit Add und Dan, zweier Angestellten des Guest Houses. Diese Unterhaltung artete dann in eine sehr lustige noch grösser gewordene Whisky-Trink-Runde bis um vier Uhr morgens aus, die sich auch am nächsten Tag noch bemerkbar machte…

Am Mittwoch brachten wir nach dem Frühstück unsere schmutzige Wäsche in den Waschsaloon und spazierten anschliessend in Old Town umher. Wie schon so oft hier in Chiang Mai hatten wir keinen Plan wo genau wir wirklich sind. Bis jetzt hatten wir unser Guest House aber immer wieder gefunden. Am Abend assen wir in einem kleinen «Beizli» ein sehr feines und scharfes Massaman Curry mit Reis und Kartoffeln.

Am Donnerstag gönnte sich Lea Pedicure und Manicure und Tinu eine Massage. Abends gingen wir zum Night Bazar ein bisschen shoppen.

Bangkok, Thailand von 30. Oktober 2009 bis 2. November 2009

 

Freitags nach dem Frühstück kauften wir ein Bahnticket für den Nachtzug nach Chiang Mai. Danach machten wir uns auf den Weg nach China Town. Mit dem Boot fuhren wir den Mae Nam Chao Phraya River hinab bis zum Pier 5, der direkt beim China Town liegt. Ohne Strassenkarte wagten wir uns ins Getümmel. In den engen Gassen, durch die sich sehr viele Leute, Mofas oder sonstige Fahrzeuge drängten, gab es alles Erdenkliche zu kaufen. Vom stinkigen Fisch über alte Münzen bis zu Plastikspielwaren gab es einfach alles.

Nach ein paar Stunden als wir vom vielen rumlaufen und den vielen Eindrücken müde waren, fuhren wir mit dem Boot wieder zurück.

Am Abend dinierten wir wie üblich bei der Strassenküche um die Ecke. Wie immer war das Essen super lecker! Strassenküche funktioniert so: Bei einem Stand an der Strasse bestellt und bezahlt man ein Menu, zwängt sich auf irgendeinen freien Platz auf einem kleinen Plastikstuhl und wartet bis das frisch zubereitete Essen serviert wird. Dieses superfeine Essen kostet dann etwa 2,5 Franken für zwei Personen.

Samstagmittag gingen wir zuerst mit dem Bus dann mit der Metro zum Chatuchak-Markt. Das ist der Markt aller Märkte auf dem sich am Wochenende bis zu 200000 Besucher und 15000 Stände drängen. In den schmalen Gängen wird zu billigen Preisen einfach alles verkauft. Genau das richtige für Powershopping! Es ist unmöglich dieses riesige Areal in einem Tag und ohne die Orientierung zu verlieren erkunden zu können. Vier Stunden später und ein paar Baht weniger im Portmonee haben wir den Markt verlassen und sind mit dem Taxi zurück zum Guest House gefahren.

Am Sonntag haben wir um 12 Uhr ausgecheckt, unsere Rucksäcke deponiert, gefrühstückt und darauf gewartet bis wir um 19.35 Uhr mit dem Zug nach Chiang Mai fahren können. Von 14 bis 15 Uhr sind wir noch mit dem Boot für 13 Baht (umgerechnet 35 Rappen) bis zur Endstation flussaufwärts gefahren und wieder hinunter. Mit dem Bus sind wir dann um 17.30 Uhr zum Zugbahnhof gefahren. Welcher 7 Baht gekostet hat! In der Wartehalle hat es beidseitig viele Stühle alle in dieselbe Richtung und im 7 Meter breiten Durchgang sitzen alle auf dem Marmorboden. Plötzlich ertönte ein Pfiff und die Nationalhymne wurde gespielt und wir alle mussten aufstehen und die Hände an den Körper halten. Nach einem weiteren Pfiff durfte man sich wieder auf den Marmorboden setzen. Nachdem wir im 7eleven Shop unseren Proviant für die Reise gekauft hatten, begaben wir uns aufs Perron, welches MEGA versmogt und versifft, dunkel und dreckig ist. Der Zug stand schon da und unsere Plätze hatten wir auch schnell gefunden. Unser Nachbar, bekennender Buddhist, welcher von seiner Tochter zum Zug begleitet wurde, wollte nicht, dass eine Frau über ihm schlief. So musste Tinu über ihm schlafen. Die Sitze wurden zu Betten umfunktioniert und frisch bezogen. Dem Betten-Junge zuzuschauen war toll, jeder Griff sass, das ging Zack-Zack. Nach einer ruhigen und bequemen Nacht kamen wir mit einer Stunde Verspätung in Chiang Mai an. Mit einem Songtheaws sind wir zum Seven Suns Guesthouse gefahren, welches wir im Vorfeld schon im ‚Visier’ hatten. Wir hatten Glück und wir kriegten das letzte freie Zimmer. Wir haben das FlipFlop-Australiana-Zimmer. Siehe sevensuns.net unter rooms. Nach einer Dusche und ein paar E-Mails sind wir essen gegangen. Heute Abend wollen wir zum Fluss gehen und Ballons zuschauen die in den Himmel gleiten. Es ist hier nämlich gerade Sommer-Ende-Festival. Das heisst aber nicht, dass es kalt ist. Das Klima hier ist zwar ein bisschen weniger schwül und heiss als in Bangkok aber angenehm warm.

Bangkok, Thailand von 26. Oktober 2009 bis 29. Oktober 2009

 

Nach einem anstrengenden Flug mit viel Lärm sind wir müde aber gut in Bangkok angekommen. Mit dem Bus sind wir in die Stadt zur Khao San Road gefahren. Und haben dort in der Wild Orchid Villa ein schönes Zimmer gefunden... mit Balkon! Es ist gut gelegen, nahe zur Pier #13 und auch nur wenige Gehminuten zur Khao San Road. Nach einem Näppchen haben wir genau diese abgelaufen und danach im Hotel gechillt.
Am nächsten Tag gings dann per Boot auf dem Mae Nam Chao Phraya River bis zum Silom-Viertel, welches die Hochhäuser-teureMarken-freakyLeute-klimatisierteShoppingcenter-Gegend ist. Mittags waren wir noch im riesigen Lumphini Park, welcher sehr schön und ruhig ist. Danach taten uns die Füsse weh und wir haben uns wieder auf den Weg zum Hotel gemacht. Und den Rest des Tages noch rumgehangen.

Tags darauf sind wir erst spät aufgestanden und haben uns nach dem Frühstück unsere erste Massage gegönnt. Danach gings shoppen und im Park Leute beobachten. Morgen wollen wir den Wat Arun besichtigen.

 

Es ist ein tolles Gefühl ohne Stress und Zeitdruck hier zu sein. Bangkok gefällt uns sehr gut, wir finden es eine geile Stadt. Die Leute sind auch sehr nett und machen dem «Land des Lächelns» alle Ehre.

 

Gestern Abend hatte Lea noch einen Allergieanfall, weiss Gott von was. War schon lang nicht mehr der Fall. Aber dank Notfallset, sieht sie heute schon wieder ganz normal aus. Und jucken tuts auch nicht mehr. Deshalb haben wir den ganzen Abend im Hotelzimmer verbracht.
Heute waren wir wirklich beim Wat Arun. Dieser ist Leas Lieblingstempel. Danach haben wir uns zur Stärkung ein feines Fried Rice mit Chicken und Egg gegönnt. Mmmh! Und ein Näppchen. =)


Lea: Habe mir Hosentaschen in meinen Rock nähen lassen, also Rocktaschen. Auf der Strasse bei einer Näherin mit einer antiken Nähmaschine mit Tretpedalantrieb. Hat mich 60 Baht gekostet, was umgerechnet etwa 1.80 Franken sind. Bin mega happy mit meinen Rocktaschen, so kann ich mein «Schnüderlümpli» und das «Kleinmünz» verstauen.