Ho Chi Minh City/Can Tho, Vietnam vom 3. Januar bis 10. Januar 2010

 

Am Morgen des 3. Januars stiegen wir in einen Bus und reisten in ca. 4 Stunden nach Ho Chi Minh City. Dort angekommen, schlug uns die Hitze Saigons entgegen und wir mussten uns um eine Unterkunft kümmern. Es dauerte nicht sehr lange bis wir eine geeignete Bleibe im Travellerviertel nahe dem Stadtzentrum fanden. Ho Chi Minh City, auch Saigon genannt, ist eine Stadt mit ca. 6,5 Millionen Einwohnern und wahrscheinlich ebenso viele Motorrollern. Die Stadt wirkt sauberer und einladender als beispielsweise Ha Noi, ist aber wie auch Hanoi mit den vielen tausenden, hupenden und vorbeibrausenden Motorroller sehr laut und ermüdend. Die Trottoir hier in Vietnam sind nicht ausdrücklich für die Fussgänger, wie wir es uns gewöhnt sind, reserviert. Auch hier sind die Mopeds die Ranghöheren und so muss man, 1. hinschauen wo man hintritt, 2. auf andere Fussgänger und eventuelle Mopeds achten, 3. auf seine Siebensachen achten und dann will man 4. auch noch etwas rundherum sehen. Fazit: sehr anstrengend! Und noch etwas, Fussgänger sind die Rangniedrigsten. Auch wird hier einander, auch unter Fussgängern, nicht Platz gemacht sondern der stärkere ist der Sieger. Es gibt einige Sehenswürdigkeiten, die wir in den folgenden 3 Tagen angeschaut hatten. Z.B. Die Hauptpost, die Notre Dame Kathedrale, welche …ACHTUNG… nur von 8-10.30 Uhr und von 16-17 Uhr geöffnet ist. Dann die verschiedenen Parks, in welchen die Vietnamesen umherhüpfen und etwas für ihre Gesundheit tun… sehr lustig anzuschauen! Die Märkte, wo alles sehr eng und vollgestopft ist und ja dann haben wir uns sonst noch die Füsse wundgelaufen. Für uns besonders eindrücklich waren die Cu Chi Tunnel die etwa 60 km ausserhalb Saigons liegen. Die Cu Chi Tunnel wurden in den 40er Jahren angelegt und während des Vietnamkrieges bis auf über 200 km Gesamtlänge erweitert. Das Gebiet um Cu Chi wurde während des Vietnamkrieges zu einem der heftigsten bombardierten Gegenden Vietnams. Die Vietcongs nutzten die Tunnels um sich zu schützen und gleichzeitig Überraschungsangriffe zu starten. Die Tunnels sind so niedrig und schmal, dass nur asiatische Leute sich darin bewegen konnten.

Für westliche Touristen wurde ein Tunnel von ca. 100 Meter Länge etwas ausgebaut aber dennoch konnte man nur gebückt gehen und zum Teil sogar robben. Für Leute mit Platzangst definitiv nichts!

In den drei Tagen in denen wir in Saigon waren nutzten wir die Zeit um zur thailändischen Botschaft zu gehen und liessen uns ein Visum ausstellen, das uns zum Aufenthalt von zwei Monaten in Thailand berechtigt. Da die Thailänder eine Art  Sonderaktion hatten, kostete uns das Visum nichts.

Nach den drei Tagen fuhren wir 5 Stunden mit dem Bus ins Mekong Delta nach Can Tho. Das Mekong Delta ist eines der grössten Deltas dieser Erde und ein Besuch ist mehr als nur empfehlenswert! Als wir ein schönes Hotel gefunden hatten, buchten wir bei einer Frau auf der Strasse eine Mekongtour für den nächsten Tag.

Am nächsten Tag klingelte schon um 5:00 Uhr der Wecker weil wir um 5:30 Uhr mit der Tour starteten. Die Tourgruppe bestand nur aus uns zweien, dem Kapitän und einer netten jungen Frau die uns alles in Englisch erklärte. Nach einer kurzen Zeit Fahrt, konnten wir die aufgehende Sonne erleben und kurz danach kamen wir zum ersten schwimmenden Markt bei dem Früchte, Gemüse, Fisch, Nudelsuppe und Kaffee verkauft wurde in kleinen und grossen Booten. Bevor wir zum zweiten schwimmenden Markt fuhren, machten wir Halt und besichtigten eine Reisnudelfabrik, wo wir auch noch eine Schlange sahen. Danach ging es weiter zum zweiten Markt, welcher noch viel schöner war. Die kleinen Boote, voll beladen mit Gemüse und Früchten in vielen verschiedenen Farben, zwängten sich in einem organisierten Chaos aneinander vorbei und versuchten ihre Ware zu verkaufen. Die Leute waren sehr nett und trotz der vielen Boote, die ständig zusammen prallten und ineinander verkeilten, wurde es nie laut. Nach dem Marktbesuch tuckerten wir in kleinen Kanälen umher und genossen die wunderschöne Natur. Nach sieben Stunden endete die Tour und wir gingen zufrieden zum Hotel zurück. Wo wir am späten Nachmittag auf der Dachterasse von unserem Hotel ein Paar aus Barcelona kennenlernten, mit welchem wir uns ganze 4 Stunden bestens unterhielten. Wir konnten sogar einige Wörter unseres kleinen Spanischwortschatzes gebrauchen. Am nächsten Tag machten wir eine geführte Motorroller-Tour. Wir zwei auf einem Motorrad und die Frau, Miss Ha, welche uns die beiden Touren verkauft hatte, fuhr auf einem Anderen voraus. Wir fuhren über schmale Wege und halsbrecherische Brüchen durchs Delta und kamen an Orten vorbei, die wir alleine niemals gefunden hätten. Wir sahen leuchtend grüne Reisfelder, kleine und grössere Gemüsegärten, Papayaplantagen, Bananenalleen und trafen sehr nette Leute und neugierige Kinder. Zwischendurch machten wir einen 1-stündigen Halt in einem kleinen lokalen Cafe, wo es einen so liebenswerten Hund hatte, dass wir ihn am liebsten mitgenommen hätten. Für uns ging die Tour viel zu schnell vorbei. Wir hätten noch stundenlang umherdüsen oder einfach irgendwo am Fluss sitzen können…

Falls jemand mal hier ist und eine super interessante Tour haben möchte mit hilfsbereiten, lustigen, ehrlichen, liebenswerten Menschen, kontaktiere Miss Ha unter der Nummer: 091.8183522. Am besten einen Tag bevor ihr Can Tho erreicht.

Das Mekong Delta war für uns ein Highlight in Vietnam und ein schöner Abschluss von unserem Vietnambesuch. Am 11. Januar verlassen wir Vietnam und fliegen mit Air Asia in den Süden von Thailand.   

Mui Ne, Vietnam vom 25. Dezember 2009 bis 02. Januar 2010

 

Um 8:00 Uhr am 25. Dezember wurden wir in Nha Trang von einem kleinen Van beim Hotel abgeholt und zur Busstation gebracht. Von dort ging es in ca. 5 Stunden nach Mui Ne. Dort angekommen machten wir uns auf Zimmersuche. Zwei von uns blieben mit unserem Gepäck in einem Restaurant und die anderen Zwei mieteten ein Velo für 2 Stunden und suchten eine Unterkunft. Ein Velo, da es sehr weitläufig ist in Mui Ne. Der ganze Strandabschnitt von Mui Ne ist etwa 20 Kilometer lang! Ein anständiges Hotel zu finden war sehr, sehr schwierig denn viele Hotels waren schon ausgebucht oder unverschämt teuer. In Mui Ne ist momentan Hochsaison und dann haben noch viele Vietnamesen Ferien über Weihnacht – Neujahr. Schliesslich fanden wir eine Unterkunft in der wir aber nur für eine Nacht bleiben konnten. Also mussten wir am nächsten Tag wieder auf die Suche. Wir fanden ein durchschnittliches Hotel das aber für 30 Dollar nicht gerade billig war. Da wir noch ein sehr schönes Hotel angeschaut hatten, dass aber erst am nächsten Tag ein freies Zimmer hatte, entschieden wir uns das 30 Dollar Zimmer zu nehmen und am nächsten Tag dann ins wunderschöne Salina Resort zu zügeln.

Am nächsten Tag mieteten wir ein Motorroller, der für 10 Dollar auch das Doppelte kostete als üblich und fuhren zu den 22 km entfernten weissen Sanddünen. Den letzten Kilometer vor den Sanddünen mussten wir auf einer staubigen und teilweise sehr sandigen Schotterpiste, die unsere ganzen Fahrkünste beanspruchte, zurück legen. Auf dem Weg zu den Sanddünen konnte man sich kleine Plastikplanen auslehnen damit man dann die Dünen runter rutschen konnte. Als wir in grösster Hitze die Spitzen der Dünen erreicht hatten, wurden wir vom starken Wind fast weggeblasen. Leider entpuppte sich das Runterrutschen als Geldmacherei, denn von Runterrutschen kann nicht die Rede sein. Trotzdem hatte sich das Auslehnen der Plastikplane gelohnt weil man sich aus der Plane einen optimalen Sonnenschutz basteln konnte. Dieser Tag war auch unser letzter Tag mit Sabrina und Matthias. Da sie als nächstes Ziel Kambodscha auf dem Programm haben und wir zwei nach Südthailand gehen werden, trennen sich von nun an unsere Wege.

Die nächsten Tage widmeten wir uns ganz dem Nichtstun und genossen das warme Wetter am Meer. Am Silvesterabend gingen wir indisch essen. Nach einem feinen Essen und einem Masala Tee gingen wir um 21:00 Uhr zurück zum Hotel. Dort setzten wir uns mit dem Besitzer des Hotels John und seiner Frau Trang auf die Treppe vor dem Haus und plauderten über alles Mögliche. Zwischendurch genossen wir noch ein „Chrüter-Lutz“. Seit unserer Abreise im Oktober, schleppten wir in unseren Rucksäcken zwei kleine Fläschchen Kräuterschnaps umher =) Am Silvester erschien uns der Augenblick richtig, dieser kleine Schnapsvorrat zu vernichten.

Nun bleiben wir bis zum morgigen Tag, 3. Januar, hier in Mui Ne bevor wir dann nach Ho Chi Minh / Saigon weiterreisen.

Hue/Nha Trang, Vietnam vom 17. Dezember bis 24. Dezember 2009

 

Am Donnerstag gingen wir, nach einem Tag rumhängen in Ha Noi, am Abend zum Bahnhof und stiegen in den Nachtzug nach Hue. Der Zug war für vietnamesische Verhältnisse sehr schön und sauber. Der Zug in Vietnam sieht so aus wie unsere Schlafzüge zu Hause. Wir hatten ein 4er-Abteil, so hatten wir ein Abteil für uns, was echt cool war! Tinu lernte uns noch jassen bevor wir uns schlafen legten. Auf den schmalen Betten konnten sogar grosse europäische Leute wie wir ausgestreckt liegen. So um 9:00 Uhr am nächsten Tag kamen wir in Hue an wo wir gleich von Taxifahrern umworben wurden. Nach ein bisschen verhandeln, nahmen wir ein Taxi das uns in die Stadt brachte. Wir fanden ein Hotel und kurz nachdem wir eingecheckt hatten fing es an zu regnen und die nächsten drei Tage blieb das auch so. Da es wie schon erwähnt die ganze Zeit wie aus Kübeln schüttete, beschränkten sich unsere Aktivitäten auf Restaurantbesuche, ein bisschen Sightseeing, Jassen, Internet und Kleider trocknen. Als wir alle genug vom Regen hatten, buchten wir ein Nachtzug, der uns in den Süden ins warme und sonnige Nha Trang bringen wird.

Die Zugfahrt war wieder recht angenehm und dauerte ca. 12 Stunden. In Nha Trang angekommen begrüssten uns wieder zahlreiche aufdringliche Taxifahrer und die Sonne…

Nach längerer Suche fanden wir ein Hotelzimmer das für 10 Fr. ganz in Ordnung ist. Am nächsten Tag mieteten wir wieder mal einen Motorroller und erkundeten die Umgebung. Hier in Nha Trang hat es nicht mehr ganz so viele Mofas auf der Strasse wie in Ha Noi aber immer noch genug. Es ging aber erstaunlich gut mit fahren und nach ein paar Minuten hat man sich an die vietnamesische Fahrweise gewöhnt. Zuerst schauten wir uns die Long Son Pagoda (Tempel) an und danach die Noi Kirche. Bevor wir etwa 10 Kilometer der Küste entlang Richtung Norden fuhren. Wo wir in einem Restaurant direkt am Meer etwas tranken und danach wieder die 10 Kilometer zurück fuhren. Zurück in der Stadt besuchten wir den Pogador Tower, welches eine alte verwitterte, halb renovierte, sehr schöne Cham Ruine ist. Zum Schluss fuhren wir noch die Seilbahn anschauen, welche das Festland mit einer Insel verbindet. Direkt übers Meer! Und echt teuer sich den Spass zu leisten. Zufrieden und voller Eindrücke kehrten wir um 18 Uhr ins Hotel zurück. Am Abend gingen wir fein essen und buchten eine Schnorcheltour für den nächsten Tag. Da die Tour schon um 7:00 Uhr am Morgen startete mussten wir früh ins Bett.

Die Schnorcheltour war sehr professionell und alles war so wie am Tag zuvor versprochen. Es waren recht schöne Korallenriffe zu bestaunen jedoch nicht zu vergleichen mit denen die wir in Indonesien gesehen hatten.

Weihnachten werden wir in Nha Trang verbringen und dann voraussichtlich am 25. Dezember weiter nach Mui Ne reisen.

Ha Noi, Vietnam vom 11. bis 16. Dezember 2009

 

Am Freitag, 11. Dez., fuhren wir am Nachmittag mit einem Tuktuk zum nahe gelegenen Flughafen von Vientiane. Alles funktionierte bestens und wir hatten sehr schnell eingecheckt. Wir haben sogar noch eine Mannschaft von den südostasiatischen, olympischen Spielen hautnah gesehen. Security oder Absperrungen kennen sie hier nicht. Nach 1,5 Stunden warten, konnten wir in das kleine Propeller-Flugzeug steigen, dass uns nach Ha Noi flog. Nach einem problemlosen und kurzen Flug, landeten wir sicher in Ha Noi und mussten uns dann am Zoll mit Anstehen gedulden bis wir endlich den Stempel im Pass hatten. Bevor wir uns auf den Weg in die Stadt machen konnten, mussten wir noch vietnamesische Dong bei einem ATM besorgen. Man kann 3 Millionen Dong (ca.160 Fr.) auf einmal abheben. Juhuu jetzt sind wir auch mal Millionäre! So hat man also ein ziemlich grosses Bündel Scheine im Portmonee. Nach einer längeren Taxi-Fahrt mit einem erkälteten und müden Taxifahrer sind wir im Zentrum angekommen. Was für eine chaotische Stadt!! So viele Motorroller haben wir noch nie gesehen. Als Fussgänger hat man ein schweres Los in Ha Noi und das Überqueren einer Strasse ist jedes Mal wieder ein Abenteuer. Der Taxi-Fahrer brachte uns nicht zu dem vereinbarten Hotel, sondern dorthin wo er abgarniert. Natürlich hiess unser Hotel jetzt anders und war voll. Da führte uns der Hotelboy mit dem Motorroller voran zu seinem Kumpel-Hotel. 2 Sekunden nach dem Einchecken wollte er uns auch gleich eine Halong Bucht-Tour verkaufen. Zum Abendessen hatten wir Tischgrill am Strassenrand neben vorbeibrausenden Mofas und hupenden Autos und alles roch nach Abgas. Das Fleisch war gar nicht so schlecht auch wenn wir nicht wussten was es genau war. Am nächsten Tag sahen wir dann einen Hundebraten auf einem Grill und wir mussten sofort an das Fleisch vom Vorabend denken…

Nach 2 Tagen Ha Noi besichtigen, was einem so ziemlich ermüdet, da so viele Eindrücke auf einen eindreschen und man immer auf der Hut sein muss, machten wir uns am Montag auf eine Tour zur weltberühmten Halong Bucht. Die Fahrt mit dem Bus dauerte bis nach Halong City 3,5 Stunden und war sehr anstrengend, weil wir grossen Europäer fast kein Platz haben, da die Busse für asiatische Grössen gebaut sind. In Halong-City stiegen wir in ein Boot und bekamen sogleich das Mittagessen. (Wieder gab’s so komisches, undefinierbares Fleisch und es drängte immer wieder die gleiche Frage in uns auf…)

Der Besuch der Halong Bucht war ein absolutes Highlight und alle Strapazen waren vergessen. Trotz sehr vieler Touristen in der Stadt waren wir auf unserem Schiff nur zu Siebt und nach einer kurzen Zeit war auch kaum ein anderes Schiff zu sehen. Herrlich in dieser atemberaubenden Bucht langsam mit dem Schiff rumzuschippern und die Szenerie auf einem wirken zu lassen! Als die Sonne schon untergegangen war, machten wir noch einen kleinen Trip mit dem Kajak, der aber mehr nass als Spass machte. Nach dem Abendessen welches aus Fisch, Fleisch, Gemüse und natürlich Reis bestand spielten wir zu einem Tiger-Bier noch ein bisschen Karten bis wir später in die sehr engen aber schönen und gemütlichen Kajüten schlafen gingen. Am Morgen mussten wir um 7:30 Uhr zum Frühstück antreten und die Fahrt ging wieder weiter. Um die Mittagszeit legten wir im Hafen von Halong-City an und der Bootstrip war zu Ende. Nach einem Touristen-Abfertigungs-Mittagessen in einem Restaurant mussten wir uns wieder in den sehr engen und unbequemen Bus quetschen und die 3,5 Stunden zurück über die holprigen Strassen mit viel Gehupe nach Ha Noi fahren.

Am Mittwoch schliefen wir erst mal aus und machten uns dann auf den Weg ein Bahnbillet für den nächsten Tag zu kaufen. Wir sind froh können wir nun diese verrückte Stadt in Richtung Süden verlassen, bereuen aber den Besuch Ha Noi’s nicht, da schon die Halong Bucht eine Reise in den Norden Vietnams wert war!